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Feeling, Groove und exzellenter Sound

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James Armstrong
Blues Been Good To Me
(Catfood Records, 38:04)

James Armstrong ist dem Blues dankbar, der ihm laut Titelsong seines neuesten Albums den Lebensunterhalt ermöglicht und ihm Kraft gibt. Und die hat der inzwischen 60-jährige Gitarrist und Sänger aus Kalifornien auch zum Fortsetzen seiner Karriere gebraucht. Kurz nachdem er Mitte der 1990er-Jahre mit seiner ersten HighTone-CD für Aufhorchen in der Blueswelt sorgte, wurden er und sein Sohn fast von einem Einbrecher getötet; Armstrong hat heute noch mit den Folgen seiner Stichverletzung zu kämpfen, die die Nerven seiner Griffhand stark beschädigte. Zuerst konnte er nur noch als Sänger auftreten, fing dann mit der Slidegitarre an und spielt heute wieder eine flüssige Leadgitarre – vielleicht nicht so schnell wie andere, aber drauf kommt es bei dieser Musik nicht an, sondern auf Ausdrucksstärke. Und die hat Armstrong, als Gitarrist ebenso wie als Sänger und Songschreiber. Auch auf diesem neuen Studioalbum, von Johnny Rawls zusammen mit Armstrong produziert und mit einer namhaften Rhythmustruppe plus gelegentlichen Bläsern und Backgroundsänger/innen unter Mitwirkung von Jim Gaines als Soundmann eingespielt, vermischt er Blues und Soul in unterschiedlichen Proportionen – mal flott, mal getragen, mal als Shuffle, mal als Ballade. Und das durchweg hochklassig. Sieben hervorragende Songs hat Armstrong für „Blues Been Good To Me“ zum Teil mit Koautoren verfasst, dazu kommen eine Neuaufnahme des Titelsongs seiner ersten CD „Sleeping With A Stranger“ und zwei Covertitel, wobei Robert Palmers „Addicted To Love“ erstaunlich gut als Blues-Shuffle funktioniert und der Soul-Klassiker „How Sweet It Is To Be Loved By You“ von Armstrongs schöner Slidegitarre geprägt ist. Diese Soul-Blues-Scheibe hat alles, worauf es in diesem Genre ankommt – Feeling, Groove, tolle Songs und noch dazu exzellenten Sound.

02.01.2018 • Klaus Kilian

 



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