CD-Tipp des Monats (2017/03)

(Kommentare: 1)

Peter Karp - Alabama Town

Peter Karp
Alabama Town
(Rosecottage Records, 58:47)

Knapp eine Stunde Blues der feinsten Machart. Modern und vintage gleichermaßen, soulful-elegant und doch voller Ecken und Kanten. Mit Texten, bei denen man gern zuhört und manchmal breit grinsen muss. Mit einer rauen und doch wandlungsfähigen Stimme vorgetragen. Druckvoll und transparent aufgenommen. Was, ja was nur, kann man sich eigentlich mehr von einer CD wünschen? Kaum etwas, und darum mögen wir Peter Karp. Der East-Coast-Bluesmann legt mit „Alabama Town“ seine nach eigenen Worten „so in etwa“ achte Platte vor. 13 Songs sind drauf, alle aus Karps Feder und aus einem Reservoir von zahlreichen Aufnahmen stammend, die auf weitere Platten in vergleichbarer Qualität hoffen lassen. Es beginnt mit lupenreinem Retro-Soul („Alabama Town“), führt über stampfenden Electric-Blues („That’s How I Like It“) und Gospel-Balladen („I’m Not Giving Up“) bis hin zum Country-Fetzer („Kiss The Bride“). Karp bewegt sich in allen Gebieten geschmeidig und bleibt dabei doch immer er selbst: ein Geschichtenerzähler mit der Gabe, Songs von wirklicher Substanz zu schreiben. Dass Musikergrößen wie Mick Taylor, Garth Hudson oder Todd Wolfe als Gäste und Dae Bennett, der Sohn von Megastar Tony Bennett, als Produzent ihre erfahrenen und begnadeten Finger im Spiel haben, verleiht der Platte das Tüpfelchen auf dem i. Rund sind CDs ja immer. Aber so rund wie diese hier dann doch nicht.

01.03.2017 • Ralf Deckert

Hinweis: Das Album wird im Rahmen der Sendung » Blues Brew am 7. März 2017 ab 22 Uhr vorgestellt (Wiederholung der Sendung Ende des Monats).


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Kommentar von Gerhard Wagenblatt |

Gute CD. Hab mir die Songs angehöert. Sehr empfehlenswert.