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The Nick Moss Band feat. Dennis Gruenling: Magische Momente

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The Nick Moss Band feat. Dennis Gruenling

Endlich kam sie zustande, die lange geplante Zusammenarbeit mit seinem Freund Dennis Gruenling und mit dem renommierten Label Alligator Records. Damit einher ging die Rückbesinnung auf den traditionellen Chicago-Blues. Nick Moss ist mit der aktuellen beruflichen und privaten Situation zufrieden, denn Musik ist für ihn nicht nur Mittel zum Geldverdienen, sondern auch die ideale Therapieform. „Ich war schon immer sehr schüchtern fremden Menschen gegenüber, litt seit meiner Kindheit unter Angstzuständen und hatte auch immer wieder richtige Panikattacken“, sagt Moss. „Aber durch die Musik kann ich mich für meine Umgebung öffnen, gerade dann, wenn ich vor einer größeren Menschenmenge stehe. Das klingt sonderbar, ich weiß. Das alles ist natürlich im Grunde das Problem einer unsicheren Persönlichkeit. Die Musik hilft mir, meine Emotionen anderen mitzuteilen. Mit Musik kriege ich problematische Situationen eher in den Griff, mit Musik geht es mir viel besser.“

Die Ader für Musik hat er eindeutig von seiner Mutter. „Sie ist eine wunderbare, warmherzige Frau, hatte immer eine Affinität zu Blues und Soul und teilte sie mit uns Kindern. Ich erinnere mich daran, dass sie bei jeder Gelegenheit sang und durch das Haus tanzte.“ Dennoch war für ihn im Jugendalter durchaus auch eine Karriere im Sportbereich vorstellbar. „Na ja, letztlich hat mir das Schicksal die Entscheidung abgenommen. Ich bekam ernste Nierenprobleme und damit war’s das für mich mit dem Sport. Ich interessiere mich zwar auch heute noch sehr für Football, Baseball und neuerdings auch für Eishockey und ich habe während der Winterspiele in Korea viele Stunden vor dem Fernseher verbracht, aber nun bin ich eben Musiker. Ich schaue nicht zurück, sondern nur nach vorne. Heute weiß ich: Meine Musik war das Beste, was mir passieren konnte.“

Bereits in seinem Elternhaus kam er mit den Platten vieler Bluesgrößen in Berührung, mit Muddy Waters, Howlin’ Wolf, Buddy Guy, Freddie King. Damit fing alles an. Dann kamen wie bei so vielen auch bei Nick Moss die britischen Rockgötter dazu. Beatles, Rolling Stones, Led Zeppelin, Free, Blind Faith. Im Grunde ging es ihm dabei immer um Musik, die Herz und Seele anspricht. „Die kannst du im Grunde in jedem Genre finden, im Jazz, in der Country Music, im Folk, in der Klassik. Wenn mich etwas emotional berührt, dann komme ich davon nicht mehr los.“

07.04.2018 • Karl Leitner (Auszug aus dem ausführlichen Interview in bluesnews 93)


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