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Micke Bjorklof & The Blue Strip: Blues als internationaler Türöffner

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Micke Bjorklof & The Blue Strip: Blues als internationaler Türöffner

Viele Bluesbands existieren über Jahrzehnte, da macht das 1991 gegründete Quintett um Micke Bjorklof keine Ausnahme. Trotzdem können die Finnen mit einer Besonderheit aufwarten, denn seit 20 Jahren gab es keine personellen Veränderungen mehr. Dass dies den Sound prägt, spiegelt das in Eutin mitgeschnittene neue Album „Twentyfive Live At Blues Baltica“ wider. Finnland, so liest man allenthalben, ist super: Helsinki gilt Statistikern als lebenswerteste Hauptstadt überhaupt und vom weltbesten Bildungssystem über die höchste Dichte an Heavy-Metal-Bands pro Kopf der Bevölkerung bis hin zu den Errungenschaften in der Familienpolitik gilt das Land auf vielen Gebieten als vorbildlich. Von den schönen Wäldern und den vielen Saunen wollen wir hier erst gar nicht anfangen. Wie aber, so fragt man sich, soll man in so einem Vorzeigeland den Blues bekommen? Micke Bjorklof kennt die Antwort.

„Es ist so dunkel hier“, sagt der Kopf von Micke Bjorklof & The Blue Strip im Gespräch mit bluesnews. „Die meiste Zeit des Jahres ist es dunkel. Ich sage dir: Das alleine reicht schon, um auch in Finnland den Blues zu haben.“ Der alte finnische Bluesharper Pepe Ahlqvist habe ihm mal gesagt, dass das damit zu tun hat, dass der Himmel so tief hängt über Finnland. Micke jedenfalls hat den Blues schon lange. Mit seiner Band ist er mittlerweile seit über 25 Jahren unterwegs. Seit Ewigkeiten hat sich die Besetzung nicht mehr geändert. Das galt es im vergangenen Jahr zu feiern und so ist es kein Wunder, dass die aktuelle Doppel-CD der Band „Twentyfive Live At Blues Baltica“ heißt und – endlich – dokumentiert, was für eine fantastische Bühnenpräsenz Micke und seine Mannen zu entwickeln vermögen. Was so heiß über die Rampe kommt, kann nur in der Sauna entwickelt worden sein. „Uns geht es beim Blues um den Spaß, den wir den Menschen mit der Musik bringen wollen. Ums Entertainment. Um die Freude, die Musik auch in traurigen Momenten bringen kann. Es ist also nichts falsch daran, wenn du den Blues hast, oder?“

13.04.2018 • Ralf Deckert (Auszug aus dem ausführlichen Interview in bluesnews 93)


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