Nachruf

James Cotton verstorben

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James Cotton
© Jason Marck

James Cotton, einer der bedeutendsten Mundharmonikaspieler des Blues, ist am 16. März im Alter von 81 Jahren an den Folgen einer Lungenentzündung in einem Krankenhaus in Austin, Texas, verstorben. James Henry Cotton, so sein vollständiger Name, wurde am 1. Juli 1935 auf einer Baumwollplantage in Tunica, Mississippi, geboren und erlernte das Mundharmonikaspiel von Sonny Boy Williamson Nr. 2 (Rice Miller). Mit ihm trat er ebenso auf wie mit Howlin’ Wolf und anderen, erste Aufnahmen entstanden 1953 in den Sun Studios in Memphis. Ab Mitte der 50er war er für rund zwölf Jahre Mitglied in der Muddy Waters Band, bevor er schließlich 1966 mit der James Cotton Band unter eigenem Namen aktiv wurde. In der zweiten Hälfte der 70er-Jahre kehrte er noch einmal für Plattenaufnahmen zur Muddy Waters Band zurück. Im Laufe seiner sechs Dekaden umspannenden Karriere hat „Mr. Superharp“, so sein Spitzname, annähernd 30 Alben veröffentlicht, außerdem ist er auf Produktionen von Dr. John, Koko Taylor, Memphis Slim, Steve Miller, Hubert Sumlin und vielen anderen zu hören. Sein musikalisches Schaffen wurde unter anderem mit einem Grammy Award (für die CD „Deep In The Blues“), zehn Blues Music Awards und durch die Aufnahme in die Blues Hall of Fame (2006) gewürdigt.

17.03.2017 • Dirk Föhrs

 

 

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Kommentar von Walter |

Einer der größten und auch besten Bluesmusiker dieser Epoche ist abgetreten - Ruhe in Frieden - werde mir heute noch eine CD von ihm anhören !