Der in Madrid lebende Sänger und (Lap-Steel-)Gitarrist mit französischen und baskischen Wurzeln nahm einen langen Weg auf sich, um seine dritte Solo-CD einzuspielen. Doch die Reise nach Los Angeles hat sich allemal gelohnt, denn was dort unter der Produzentenschaft von Kirk Fletcher - der auch als Gitarrist an den Aufnahmen beteiligt war - entstand, zeigt Gabriel Jogeix als einen Musiker, der nicht nur gesanglich und als Instrumentalist zu überzeugen vermag, sondern auch kenntnisreich aus den Traditionen afroamerikanischer Musikstile zu schöpfen weiß. Dabei reicht das Spektrum auf diesem Album vom akustischen Gospel-Traditional "Didn't It Rain" über druckvoll groovende Bluesrock-Nummern wie "Shake, Shake" oder "Ain't No Stoppin'" bis zum Soul-inspirierten "Sometimes" oder dem funkigen "Boom Da Boom", wobei Jogeix neben seiner exzellent agierenden Studioband bei rund der Hälfte der Titel zusätzlich von einer dreiköpfigen Horn Section Unterstützung erfährt. Neben sieben Eigenkompositionen (zwei davon in Kooperation mit Jeff Espinoza) finden sich unter den elf Tracks der CD zudem Songs von so unterschiedlichen Musikerkollegen wie Tom Waits und Hound Dog Taylor, was jedoch der musikalischen Geschlossenheit dieser Produktion keinerlei Abbruch tut. Kein Wunder also, dass kein Geringerer als Alligator-Boss Bruce Iglauer Jogeix anlässlich seines zweiten Albums "Steel The Blues" - völlig zu Recht - als einen "fantastic musician" bezeichnet hat.
CD-TIPP
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