Kleiner Mann ganz groß: Nach drei in Eigenregie veröffentlichten Alben als Damon Fowler Group strich der Gitarrist/Sänger aus Florida das "Group" und sorgte mit seiner ersten Blind-Pig-CD "Sugar Shack" (2009) für mächtig Wirbel. Hier legt er jetzt noch eine gehörige Schüppe US-Südstaaten-Mucke der allerfeinsten Sorte nach und glänzt einmal mehr als Slide- und Lap-Steel-Gitarrist. Mit seiner Telecaster kommt Fowler natürlich auch bestens klar und der markante Gesang muss schon als einzigartig bezeichnet werden. Stilistisch bewegen sich Fowler (guit, voc), Chuck Riley (b) und James McKnight (dr), die bei drei Songs von einem nicht benannten, aber deutlich hörbaren Keyboarder unterstützt werden, zwischen Roots, Rock und Blues. Dank Fowlers exzellenten Lap-Steel-Fähigkeiten passt auch ein Ausflug in die Karibik perfekt ins Repertoire. Doch keine Sorge, seichte Sommermucke ist die Ausnahme, hier gibt es raue Sounds, eine ruppige Rhythmusgruppe, Gitarre par excellence und bis auf zwei Ausnahmen eigene Songs. Wer auf die Musik von Sonny Landreth und Tab Benoit steht, wird von Damon Fowler begeistert sein. Humor haben die Jungs übrigens auch, das abschließende "Happy Hour" eignet sich inklusive einiger Rülpser bestens als Trinklied für Blueskneipen.
CD-TIPP DES MONATS
In den vierteljährlichen Printausgaben stellen die Rezensenten von bluesnews meist weit über 100 neue CDs und DVDs vor, mit dem "CD-Tipp der Woche" (ab Januar 2012, früher "CD-Tipp des Monats") wird zusätzlich auf besonders erwähnenswerte Veröffentlichungen hingewiesen.