Hadden Sayers Hard Dollar
(Blue Corn Music, 50:47)
Ein Skelett, dessen überdimensionierter Totenkopf Sonnenbrille und Hut trägt, ziert das Cover dieser Scheibe. In Erwartung von heftigem Bluesrock wird der Lautstärkeregler runter- und gleich nach den ersten Takten wieder weit nach oben gedreht. Denn was Hadden Sayers zu bieten hat, ist mehr als nur aller Ehren wert, allein sein Flinkefinger-Gitarrenspiel zum coolen Boogie-Shuffle "Hippie Getaway" ist den Kauf dieser CD wert - Lightnin' Hopkins hätte kräftig applaudiert. Flotter Blues texanischer Machart wird mit Balladen garniert, von denen das jazzig angehauchte "Back To The Blues" (mit Ruthie Foster als Gesangspartnerin) und "Room 155" (als stimmungsvolle Hommage an den 2008 leider viel zu früh verstorbenen Sean Costello) besondere Beachtung verdienen. Doch Sayers (Gitarre, Gesang), Tony McClung (Drums), Dave DeWitt (Piano, Hammond) und Mark Frye (Bass, Fender Rhodes) drücken zwischendurch auch immer wieder mächtig auf die Tube, "Take Me Back To Texas" zum Beispiel erinnert stilistisch an Freddie King und "Lap To Luxury" an T-Bone Walker. Harp und Saxofon von Phil Clark peppen dieses abwechslungsreiche Album zusätzlich auf. Stark!
CD-TIPP DES MONATS
In den vierteljährlichen Printausgaben stellen die Rezensenten von bluesnews meist weit über 100 neue CDs und DVDs vor, mit dem "CD-Tipp der Woche" (ab Januar 2012, früher "CD-Tipp des Monats") wird zusätzlich auf besonders erwähnenswerte Veröffentlichungen hingewiesen.